Sonntag, 9. Oktober 2016

Refugio Amazonas - Tag 1 Ankunft


Blick auf Puerto Maldonado aus dem Flugzeug

Anreise

Auf der Tour zur Refugio Amazonas Lodge im Tambopata National Reservat sind wir zunächst nach Puerto Maldonado über Cusco geflogen und anschließend per Bus und Boot zur Lodge gefahren.
Wir haben eine 4 Tage / 3 Nächte Tour gebucht. Im Laufe der Tour ist man am Tag zu verschiedenen Aussichtspunkten gegangen oder gefahren und konnte so Eindrücke aus dem Regenwald im Amazonasgebiet mitnehmen

Wichtig zu wissen ist, dass in diesem Gebiet eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, und trotz 30°C war es kein Problem, mit einer Jacke rumzulaufen. Dies wird sogar empfohlen, schließlich sind sehr viele Mücken und Mosquitos vorhanden. Auf keinen Fall eine Regenjacke, Mückenschutz, Wandersachen (Hose und Funktionalwäsche) und Regenponcho vergessen.

Am Flughafen wurden wir von unserem peruanischen Guide empfangen. Dieser sprach Deutsch und somit fiel die Kommunikation noch einfacher als gedacht. Insgesamt ist die gesamte Region auf den Tourismus ausgelegt und viele Einheimische arbeiten in den Lodges. Dazu später jedoch noch mehr.


Blick aus dem Bus auf die Puerto Maldonado
Vom Flughafen aus, ging es zunächst zu einer Sammelstelle, wo die Koffer abgegeben und gelagert wurden. Man sollte nur einen vollgepackten Rucksack mit Klamotten mitnehmen. Für unsere Reise reichten die Deuter-Rucksäcke vollkommen aus.
Peru-typisch sind viele Straßen nicht direkt befahrbar. Zwei Wochen bevor wir ankamen, wurde die Gegend noch von einem Unwetter heimgesucht, der die Flüsse anstiegen ließ und einiges kaputt gemacht hatte. Regenwald-typisch ging es im Regen dann zum Boot, mit dem es dann Flussaufwärts zur Lodge weiter ging.


Boots zum Refugio Amazonas
Die Bootsfahrt dauerte ca. 2,5h. Man konnte nicht soviel sehen,  das Wetter wollte nämlich nicht mitspielen. Wir waren ca. 10 Personen, die zur Lodge gebracht wurden. Das Boot war zumindest gegen Regen gut gesichert, daher wurden wir auch nicht weiter nass. Besondere Tiere oder Fische oder ähnliches konnte man nicht sehen, man sah jedoch sehr deutlich, was der starke Regen 2 Wochen zuvor angerichtet hat. Sehr viel Erderosion.


Essen auf dem Boot
Auf dem Boot gab es eine kleine Stärkung für den Touristen, nämlich das bekannte Gericht "Aroz con chaufa". Stilecht in einem Bananenbaumblatt serviert. Geschmeckt hat es sehr gut und gab eine gute Stärkung. Uns wurde erzählt, dass alle Lebensmittel, auch die in der Lodge, von regionalen Produkten hergestellt wurden. Viele der Leute hier sind auch sehr vom Tourismus abhängig und das spürt man auch. Ausnahmslos waren alle Personen sehr freundlich und zuvorkommend.

Refugio Amazonas Lodge

Nach der Bootsfahrt ging es nach ca. 10 Minuten Fußweg direkt zur Lodge. Die Lodge an sich liegt zentral im Urwald. Man kann das sehr gut auf Google sehen (Link). Insgesamt gehören mehrere Lodges dem Reservat an und jede bietet unterschiedliche Attraktionsprogramme und kostet entsprechend auch mal mehr, mal weniger.
Refugio Amazonas Lodge
Laut unserer Buchung würde man am gleichen Abend schon eine Nachtwanderung unternehmen, allerdings dauerte unsere Anreise etwas länger. Der Regen und die dadurch verlängerte Busfahrt zum Boot waren Schuld. Somit haben wir am ersten Abend nur noch Abendbrot gegessen und konnten dann schlafen gehen
Bett des Refugio Amazonas Lodge
Die Zimmer der Lodge sind alle offen, es gibt keine Türen. Lediglich Vorhänge "schließen" das Zimmer und die Toilette ab. Blickt man nach oben, so merkt man, dass die Zimmer auf komplett offen sind. Uns wurde gesagt, wir sollten Snacks und jegliches Essen in dem Tresor im Zimmer einschließen, da einige Tiere sich ggf. ins Zimmer schleichen und diese dann klauen. Uns wurde nichts geklaut :-).
Das Mückennetz oberhalb des Bettes wird von Angestellten während des Abendbrotes runtergelassen. Abends ist es auch wirklich wichtig, weil sehr viele Mücken vorhanden sind. Die Zimmer sind, wie gesagt, offen und man hat keine Fenster und Türen. Somit blickt man direkt auf den Urwald. Sehr schöne Atmosphäre.
Badezimmer des Doppelzimmers
Das Badezimmer ist auch sehr gut eingerichtet. Es wird empfohlen, die vorhandene Seife und Duschgel zu nutzen, da diese biologisch abbaubar sind. Toilettenpapier soll nur in den Mülleimer getan werden. Es gibt heißes und kaltes Wasser und insgesamt fühlt man sich sehr wohl. Fast schon etwas dekadent.
Es sei auch gesagt, dass es für einige Stunden am Tag Strom in den Zimmer gibt. Somit könnte man den Akku der Fotoapparate z.B. aufladen. Zusätzlich gibt es in der Lodge kostenloses und gefiltertes Wasser aus Wasserkanistern. Ich kann auch jedem empfehlen die Socken über die Hose zu ziehen, ansonsten erfreuen sich die Mücken an den freien Stellen!
Außenbereich im Refugio Amazonas